So kommt man in den Einsatz
Ins Lagebild kommt man ohne Kennwort. Angemeldet wird immer an einem laufenden Einsatz, nicht an der Feuerwehr. Vier Wege fuehren hinein: den QR-Code scannen, den vierstelligen Einsatz-PIN eintippen, auf der Startseite bei der Wehr auf Lagebild oeffnen tippen oder den Testeinsatz ansehen.
QR-Code scannen
- Die App oeffnen. Kennt sie noch keine Wehr, startet sie mit dem Fenster QR-Code scannen.
- Den Code der Feuerwehr auf die Kamera halten. Anmeldung und Bezeichnung kommen danach.
Der Code fuehrt direkt in die Anmeldung, ohne Kennwort. Wird er nicht mit der App, sondern mit der Kamera des Handys oder in einem Browser geoeffnet, schickt der Server das Geraet auf die passende Oberflaeche — Rechner, Android oder iPhone. Die App braucht das nicht, sie oeffnet ihre eigene Oberflaeche selbst.
War das Geraet schon einmal in einer Lage, merkt sich die App die Wehr und oeffnet deren Lage beim naechsten Start gleich wieder. Das Scanfenster kommt erst wieder, wenn der Einsatz beendet ist oder man sich abgemeldet hat. Unten steht dann zusaetzlich der Knopf Zurueck in die letzte Lage.
Vier Ziffern eintippen
Die Einsatz-PIN hat vier Ziffern, zum Beispiel 1234. Sie laesst sich am Funk vorlesen, ein Kuerzel wie ff-siegendorf nicht. Sie ist der zweite Weg hinein, wenn die Linse beschlagen ist, der Ausdruck im Ruesthaus haengt oder man auf der Anfahrt sitzt.
- In der App die vier Ziffern in das Feld unten eintippen und auf Einsteigen tippen. Die Eingabetaste im Feld tut dasselbe.
- Im Browser tracking.fireappx.com oeffnen, die Ziffern in das Feld Einsatz-PIN eintragen und auf Einsteigen klicken. Darunter steht der Hinweis: Die vier Ziffern stehen beim QR-Code der Einsatzleitung.
Welche Feuerwehr dahintersteht, weiss der Server. Man muss sie nicht kennen und nicht buchstabieren.
Stimmt der Code nicht, kommt im Browser keine Fehlerseite: Man landet wieder auf der Startseite mit dem Hinweis Diese Einsatz-PIN gibt es nicht — oder der Einsatz ist schon beendet und kann es sofort noch einmal versuchen.
In der App haengt es davon ab, was im Feld steht:
- Weniger oder mehr als vier Ziffern — die App prueft das selbst und schreibt rot oben ins Scanfenster: Diese Einsatz-PIN gibt es nicht — oder der Einsatz ist beendet.
- Vier Ziffern, die es nicht gibt — das merkt erst der Server. Die App zeigt dann Das Lagebild antwortet mit Fehler 404. und den Knopf Erneut versuchen. Er fuehrt zurueck in die zuletzt gemerkte Lage; ist keine gemerkt, kommt wieder das Scanfenster.
Dasselbe gilt fuer einen alten QR-Code, dessen Einsatz vorbei ist: Im Browser kommt dann die Seite Nicht gefunden mit demselben Satz und einem Verweis zur Startseite.
Testeinsatz ohne Code
Zum Ausprobieren braucht es gar keinen Code. In der App fuehrt der Knopf Testeinsatz ansehen (ohne Code) direkt in die Lage der Testwehr.
Im Browser steht der Weg auf der Startseite: Bei jeder Wehr mit Testzugang steht dort die Zeile Zum Ausprobieren mit dem Kennwort fuer Verwaltung und Statistik. Ins Lagebild fuehrt der Knopf Lagebild oeffnen — auch dort ohne Kennwort. Laeuft bei der Testwehr gerade ein Einsatz, steht die Einsatz-PIN offen dabei.
Wer den Code verteilt
Der Code kommt von der Fuehrung am Einsatzort. Einsatzleitung und Einsatzleiter haben dafuer einen Knopf: am Rechner QR zum Einsteigen in der Seitenleiste ueber dem Verlauf, am Handy und am iPhone das QR-Zeichen bei den Kartenknoepfen. Wer nicht fuehrt, sieht diesen Knopf nicht.
Das Blatt heisst Einsteigen lassen. Darauf stehen der QR-Code, darunter die vier Ziffern zum Vorlesen und die Adresse zum Abtippen. Laeuft noch kein Einsatz, fehlen die Ziffern; dann steht im QR-Code das Kuerzel der Wehr, und der Weg fuehrt zuerst zum Eroeffnen.
Weitergeben laesst sich der Einstieg auf drei Arten:
- Hinhalten — jemand steht daneben und scannt den Code vom Bildschirm. Dafuer braucht es keinen Knopf.
- Teilen — der Knopf reicht den Einstieg an Messenger oder SMS weiter. Er erscheint nur, wenn das Geraet das kann.
- Link kopieren — wenn das Teilen-Blatt des Systems nicht kommt. Danach steht darunter Link kopiert., und wenn es nicht geht: Kopieren ging nicht — der Link steht oben zum Abtippen.
Mit Schliessen geht das Blatt wieder zu.
Auf der Startseite steht die Einsatz-PIN eines echten Einsatzes nicht. Wer sie hat, meldet sich an und steht auf der Karte. Auf einer Seite, die jeder aufrufen kann, waere sie deshalb keine Hilfe, sondern eine offene Tuer. Ausdruck, Funk und Messenger haben einen Empfaenger, die Startseite hat keinen. Nur beim Testzugang steht der Code offen da — dort gibt es nichts zu schuetzen.
Anmelden: Bezeichnung und Art
Nach dem Einstieg liegt das Blatt An der Lage anmelden ueber der Karte, oben steht der Name der Wehr. Solange niemand angemeldet ist, bleibt es liegen; wegtippen laesst es sich nicht. Wer schon angemeldet war und die Seite nur neu laedt, kommt ohne dieses Blatt direkt in die Lage.
- Die Bezeichnung eintragen. Im Feld steht als Beispiel z. B. Trupp 4 oder RLF; solange das Feld leer ist, wird der zuletzt benutzte Name vorgeschlagen.
- Die Art waehlen: Einsatzleitung, Einsatzleiter, Einsatzkraft oder Fahrzeug. Vorgewaehlt ist Einsatzkraft.
- Bei Fahrzeug erscheint zusaetzlich Fahrzeugtyp: Fahrzeug, Tankloeschfahrzeug, Helikopter, Boot oder Drohne. Beginnt die Bezeichnung mit TLF oder RLF, wird beim Tippen Tankloeschfahrzeug vorgewaehlt, sonst Fahrzeug. Wer die Auswahl von Hand aendert, behaelt seine Wahl.
- Auf Anmelden tippen. Danach laufen Ortung und Lage.
ELtg und EL tragen keinen Namen
Waehlt man Einsatzleitung oder Einsatzleiter, verschwindet das Feld Bezeichnung. Die Einheit heisst dann ELtg beziehungsweise EL — so, wie sie am Funk gerufen wird. Ein trotzdem mitgeschickter Name wird verworfen. Sonst stuende die Einsatzleitung als RLF2000 in der Einheitenliste, nur weil vorher etwas anderes im Feld stand.
Beide Rollen gibt es je Einsatz genau einmal.
Manchmal fragt die Anmeldung nach:
- Ist die Rolle schon besetzt, steht der bisherige Name daneben. Rolle uebernehmen loest ihn ab, Abbrechen fuehrt zurueck in die Maske.
- Ist die Bezeichnung schon angemeldet, stehen letzter Kontakt und Zahl der Positionen dabei, und es kommt die Frage, ob das das eigene Geraet von vorhin war. Ja, das war ich uebernimmt den alten Eintrag, Nein, als zweite anmelden haengt " (2)" an die Bezeichnung.
- Fehlt die Bezeichnung, steht rot in der Maske: Bitte eine Bezeichnung eintragen.
- Laeuft kein Einsatz, haengt der Satz von der gewaehlten Art ab. Einsatzkraft und Fahrzeug lesen: Es laeuft gerade kein Einsatz. Die Einsatzleitung muss ihn zuerst eroeffnen. Einsatzleitung und Einsatzleiter lesen: Es laeuft kein Einsatz. Als Einsatzleitung kannst du einen eroeffnen. — und erst dann erscheint der Knopf Einsatz eroeffnen. Er eroeffnet den Einsatz und meldet gleich danach an.
Ist man in der falschen Lage gelandet, fuehrt Zur Einsatzuebersicht zurueck auf die Startseite.
Einsatz eröffnen, benennen, beenden
Diese drei Dinge macht nur die Führung: die Einsatzleitung (Kurzzeichen ELtg) und der Einsatzleiter (Kurzzeichen EL). Wer sich als Einsatzkraft oder als Fahrzeug anmeldet, sieht die Knöpfe gar nicht erst. Der Server prüft das noch einmal selbst, auch wenn der Knopf auf anderem Weg ausgelöst wird.
| Anmeldung als | Einsatz eröffnen | Stichwort setzen und beenden |
|---|---|---|
| Einsatzleitung (ELtg) | ja | ja |
| Einsatzleiter (EL) | ja | ja |
| Einsatzkraft, Fahrzeug | nein | nein |
Beide Führungsrollen dürfen alles davon. Ein kleiner Einsatz kommt ohne Einsatzleitung aus — dann eröffnet ihn der Einsatzleiter.
Einsatz eröffnen
Solange kein Einsatz läuft, kann sich niemand anmelden. Der Weg hinein führt deshalb immer über die Führung. Der Knopf Einsatz eröffnen steht in der Anmeldemaske, gleich unter Anmelden — auf allen drei Oberflächen gleich: am Rechner, am Handy und am iPhone.
Wichtig: Beim Öffnen der Seite ist der Knopf noch nicht da. Läuft kein Einsatz, meldet die Maske nur „Es läuft gerade kein Einsatz.". Der Knopf kommt erst, nachdem du eine Führungsrolle gewählt und Anmelden gedrückt hast.
- Das Lagebild der eigenen Wehr öffnen. Die Anmeldemaske liegt als Blatt über der Karte.
- In der Auswahl Einsatzleitung oder Einsatzleiter antippen. Vorgewählt ist Einsatzkraft, hier muss also wirklich umgestellt werden. Das Feld Bezeichnung verschwindet dabei — die beiden Rollen heißen immer ELtg beziehungsweise EL, ein eingetippter Name wird verworfen.
- Auf Anmelden drücken. Läuft kein Einsatz, kommt der Hinweis „Es läuft kein Einsatz. Als Einsatzleitung kannst du einen eröffnen.", und der Knopf Einsatz eröffnen wird sichtbar.
- Auf Einsatz eröffnen drücken. Der Einsatz läuft, und du bist im selben Zug angemeldet — mit der Rolle, die oben angehakt ist.
Beim Eröffnen bekommt der Einsatz seinen vierstelligen Einsatz-PIN. Mit diesen vier Ziffern kommen alle anderen herein — auf der Startseite im Feld Einsatz-PIN mit dem Knopf Einsteigen, oder über den QR-Zettel. Der Code gilt nur, solange der Einsatz läuft.
Der Einsatz startet ohne Stichwort. Oben steht dann „ohne Stichwort", bis jemand eines einträgt.
Drücken zwei Führungskräfte gleichzeitig, entsteht trotzdem nur ein Einsatz: Die zweite wird an demselben Einsatz angemeldet. Haben beide dieselbe Rolle gewählt, kommt bei der zweiten die Frage, ob sie die Rolle übernehmen will — mit Rolle übernehmen oder Abbrechen. Am einfachsten ist es, wenn eine ELtg und eine EL wählt.
Stichwort eintragen
Das Stichwort ist die Überschrift des Einsatzes, zum Beispiel B2 Zimmerbrand Hauptstrasse 14. Es steht am Rechner oben in der Seitenleiste und am Handy und am iPhone oben in der Kopfzeile — bei allen Angemeldeten, nicht nur bei der Führung. Daneben läuft die Zeit seit dem Eröffnen mit („seit …").
Ändern kann es nur die Führung, und nur am Rechner: Das Feld Stichwort mit dem Knopf Merken gibt es am Handy und am iPhone nicht.
- Im Lagebild am Rechner in das Feld Stichwort tippen und den Text eintragen. Bis zu 120 Zeichen.
- Auf Merken drücken. Die Eingabetaste tut dasselbe.
- In der Seitenleiste erscheint danach die Meldung „Stichwort gemerkt.". Ein leeres Feld entfernt das Stichwort wieder; dann steht dort „Stichwort entfernt.".
Jede Änderung des Stichworts landet im Verlauf des Einsatzes. Es geht also nichts verloren, wenn das Stichwort während des Einsatzes genauer wird.
Einsatz beenden
Der rote Knopf Einsatz beenden steht in der Seitenleiste am Rechner, direkt unter dem Stichwortfeld. Auch ihn sieht nur die Führung, und auch ihn gibt es nur am Rechner.
Vorher wird gefragt. Ein Druck auf den Knopf beendet noch gar nichts — es kommt zuerst ein Blatt mit der Frage „Einsatz beenden?" und darunter die Zahl der angemeldeten Einheiten („6 Einheiten angemeldet.").
- Auf Einsatz beenden drücken. Die Rückfrage erscheint.
- Steht im Stichwortfeld noch etwas Neues, geht es beim Beenden automatisch mit ins Archiv. Merken vorher ist nicht nötig. Ein leeres Feld löscht beim Beenden nichts — das bisherige Stichwort bleibt stehen.
- Mit Einsatz beenden bestätigen — oder mit Weiterführen abbrechen und weitermachen.
Was beim Beenden passiert:
- Alle angemeldeten Einheiten werden abgemeldet. Auf den anderen Geräten passiert das bei der nächsten Lageabfrage, also ein paar Sekunden später: Dort steht dann „Der Einsatz ist beendet.", und die Anmeldemaske ist wieder da.
- Der Einsatz wandert mit allen Einheiten, allen Positionen und dem ganzen Verlauf ins Archiv. Passt die Zahl der übertragenen Zeilen nicht, bricht der Umzug ab und der Einsatz bleibt, wo er ist.
- Der vierstellige Einsatz-PIN gilt nicht mehr. Wer ihn noch am Zettel hat, kommt damit in keine Lage mehr.
- Die Einheiten werden abgemeldet, nicht gelöscht: Der Weg jeder Einheit bleibt im Archiv nachlesbar.
- Am Bildschirm der Führung erscheint die Anmeldemaske mit der Meldung „Einsatz beendet und archiviert — 6 Einheiten, 12,4 km." Dort stehen die Zahl der Einheiten und die zusammengekommenen Kilometer.
Beenden lässt sich nicht zurücknehmen. Es gibt keinen Knopf, der den Einsatz wieder aufmacht. Wer weitermachen will, eröffnet einen neuen Einsatz — mit neuem Einsatz-PIN, und jede Einheit muss sich einzeln neu anmelden. Im Einsatz kostet das Zeit. Deshalb erst die Rückfrage lesen, dann bestätigen.
Das Lagebild lesen
Das Lagebild zeigt jede angemeldete Einheit als Plaettchen auf der Karte. Es holt sich die Lage alle fuenf Sekunden von selbst — es gibt nichts nachzuladen und keinen Knopf zum Auffrischen.
Die Farben sind die vom Einsatzort
Die Farbe eines Plaettchens sagt, wer dort steht. Sie ist nicht ausgedacht, sondern von dem abgeschaut, was am Einsatzort leuchtet: rotes Blinklicht bei der Einsatzleitung, gelbe Warnweste beim Einsatzleiter, Blaulicht am Fahrzeug. Wer vom Bildschirm aufsieht, findet dieselbe Farbe draussen wieder.
| Wer | Farbe des Plaettchens | Zeichen darin |
|---|---|---|
| Einsatzleitung (ELtg) | Rot | eigenes Zeichen der Einsatzleitung |
| Einsatzleiter (EL) | Gelb | eigenes Zeichen des Einsatzleiters |
| Einsatzkraft | Weiss | Person |
| Fahrzeug | Blau | liegendes Rechteck |
| LoRa-Tracker | Grau | Trackerzeichen |
Die ganze Flaeche traegt die Farbe, nicht nur ein Rand. Damit ist das Auffaellige, wer da ist — und nicht, wie es ihm gerade geht. Rot kommt zweimal vor, bei der Einsatzleitung und beim Notruf. Das ist Absicht: Die Einsatzleitung steht ruhig, der Notruf blinkt.
Was auf dem Plaettchen steht
- Alle Fahrzeuge tragen dasselbe Zeichen. Nur Tankloeschfahrzeuge haben einen Wassertropfen im Aufbau — wer Wasser braucht, muss nicht erst Namen lesen. Den Tropfen bekommt, wer als Fahrzeugtyp Tankloeschfahrzeug eingetragen hat. Beginnt die Bezeichnung mit
TLFoderRLF, waehlt die Anmeldemaske diesen Typ von selbst vor; aendern kann man ihn trotzdem. - Fahrzeugplaettchen sind breiter als hoch, alle anderen quadratisch.
- Am Plaettchen haengt das Namensschild, im Normalfall darunter. Einsatzleitung und Einsatzleiter tragen dort ihr Kurzzeichen
ELtgundEL, alle anderen ihre Bezeichnung. - Stehen mehrere Einheiten auf einem Fleck — vier Fahrzeuge im Ruesthaus etwa —, schiebt die Anlage die Plaettchen auseinander; das Namensschild wandert mit und rueckt zur Seite, wo es sonst auf einem fremden Plaettchen laege. Am echten Standort sitzt ein kleiner Punkt in der Farbe der Einheit, und sobald etwas verschoben ist, fuehrt eine duenne Linie vom Punkt zum Plaettchen. Der Standort wird also nicht verfaelscht, die Verschiebung nur zugegeben.
Aktiv, kein Kontakt, SOS
Der Zustand sitzt als kleiner Punkt an der oberen rechten Ecke des Plaettchens. Solange alles in Ordnung ist, ist gar kein Punkt da: Ein Punkt, der immer da waere, sagt nichts.
| Zustand | Anzeige | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Aktiv | kein Punkt am Plaettchen | Das Geraet meldet sich, die Position ist frisch. |
| Position veraltet | gelbbrauner Punkt | Die letzte Position ist aelter als 90 Sekunden. |
| Kontakt ohne GPS | violetter Punkt | Das Geraet meldet sich, hat aber keinen Satellitenempfang. |
| Batterie niedrig | oranger Punkt | 15 Prozent oder weniger. |
| Kein Kontakt | grauer Punkt | Seit mehr als drei Minuten ist nichts mehr angekommen. |
| SOS aktiv | rot, das ganze Plaettchen blinkt | Ein Notruf laeuft. |
Jede Einheit hat immer genau einen Zustand. Die Anlage prueft der Reihe nach: erst SOS, dann Kein Kontakt, dann Batterie niedrig, dann Kontakt ohne GPS, dann Position veraltet — was zuerst zutrifft, steht da. Wer seit vier Minuten nichts mehr gemeldet hat, steht also grau da, auch wenn die Batterie zuletzt niedrig war.
SOS schlaegt alles andere. Das Plaettchen blinkt und kehrt dabei Farbe und Rand um, es liegt ueber allen anderen Plaettchen, und ganz oben in der Seite erscheint zusaetzlich die rote Alarmleiste. Ist am Geraet die Bildschirmbewegung abgeschaltet, blinkt nichts — dann steht der Notruf mit breitem weissem Rand und rotem Saum da.
Die Farbe steht nie allein. In der Einheitenliste steht der Zustand als Wort neben dem Namen — „Kein Kontakt · 3 min" —, und der linke Rand der Zeile traegt dieselbe Farbe. Bei der gewaehlten Einheit steht er noch einmal in den Angaben darunter. Damit bleibt er auch lesbar, wenn jemand rot-gruen-blind ist oder der Bildschirm in der Sonne ausgewaschen aussieht.
Ueber der Einheitenliste stehen vier Zahlen: Einheiten, Aktiv, SOS, Kein Kontakt. Diese Zaehler sind Knoepfe. Ein Tipp auf Aktiv, SOS oder Kein Kontakt zeigt in der Liste nur noch diese Einheiten; derselbe Zaehler noch einmal hebt den Filter wieder auf, und Einheiten zeigt in jedem Fall wieder alle. Am Handy stehen oben in der Kopfzeile drei davon: aktiv, SOS und still.
Tag und Nacht
Am Rechner startet die Anlage hell, am Handy und am Tablet dunkel. Ein Fahrzeug schaltet beim Anmelden von selbst ins Nachtschema. Der Grund ist kein Geschmack: Ein heller Bildschirm im dunklen Fahrzeug blendet, und die Nachtsicht ist danach fuer Minuten hin.
Der Knopf Tag / Nacht schaltet um. Die Wahl bleibt auf dem Geraet gespeichert und gilt beim naechsten Aufruf wieder.
Karte oder Luftbild
Der Knopf Karte / Luftbild schaltet zwischen der gezeichneten Strassenkarte und dem Luftbild um. Das Luftbild hilft dort, wo es keine Strassen gibt — Feld, Wald, Betriebsgelaende.
Im Nachtschema wird nur die Strassenkarte umgedreht. Das Luftbild bleibt, wie es ist; ein umgedrehtes Luftbild waere nicht mehr zu lesen.
Zwei weitere Knoepfe ordnen den Ausschnitt: Alle zeigen zieht die Karte so weit auf, dass jede Einheit mit Position im Bild ist — hat keine eine Position, passiert nichts. Zu mir springt zum eigenen Standort.
Einen Knopf sieht nur die Einsatzleitung: Standort per Karte setzen. Nach einem Tipp darauf setzt der naechste Tipp auf die Karte den eigenen Standort. Das ist fuer den Rechner ohne GPS gedacht, dessen geschaetzter Standort sonst kilometerweit danebenliegt; ein so gesetzter Punkt hat Vorrang vor dem gemessenen.
Eine Einheit waehlen
- Eine Zeile in der Liste Einheiten antippen — oder gleich das Plaettchen auf der Karte.
- Die Karte fliegt zu dieser Einheit. Sie zoomt dabei so weit heran, dass die Strassen ringsum zu erkennen sind; weiter herausgezoomt wird nie.
- Unter der Liste stehen die Angaben zu ihr: Art, Zustand, Letzter Kontakt, Letzte Position, Strecke, Batterie.
- Dieselbe Zeile noch einmal antippen hebt die Wahl wieder auf.
Zwei Angaben kommen nur dazu, wenn es sie gibt. Genauigkeit steht dort, wo das Geraet sie meldet; ueber 200 Metern mit dem Zusatz „sehr ungenau" — ein Rechner ohne GPS schaetzt den Standort aus der Internetverbindung, und das kann kilometerweit danebenliegen. Funk steht nur bei LoRa-Geraeten und nennt die Empfangsstaerke in dBm, dazu den Rauschabstand.
Entfernung und Richtung
Rechts in jeder Zeile der Einheitenliste stehen Entfernung und Himmelsrichtung, gemessen vom eigenen Standort aus. Die eigene Zeile ist mit ich gekennzeichnet und traegt rechts das Wort hier — eine Entfernung zu sich selbst sagt nichts.
Die Liste sortiert sich danach von selbst: Fuehrung zuerst, dann die naechstgelegene Einheit oben. Wer keine Position hat, steht am Ende und nach Namen geordnet; dort steht statt der Entfernung ein Strich.
Am Handy und am iPhone kommt ein Zeiger dazu, sobald eine Einheit gewaehlt ist. Er zeigt nicht nach Norden, sondern auf diese Einheit — im Einsatz ist die Frage nie „wo ist Norden", sondern „wo ist der Trupp". Neben dem Zeiger stehen der Name der Einheit sowie Himmelsrichtung und Entfernung als Text, weil eine gedrehte Grafik allein sich missverstehen laesst. Am iPhone muss der Kompass zuerst ueber einen Knopf freigegeben werden. Den Zeiger haben Einsatzleiter und Einsatzkraft; bei Einsatzleitung und Fahrzeug ist er abgeschaltet. Am Rechner gibt es ihn nicht: Ein Rechner hat keinen Magnetfeldsensor, und ein Knopf, der nichts tut, ist im Einsatz schlechter als kein Knopf.
Der Verlauf
Ganz unten in der Seitenleiste am Rechner steht der Verlauf — das mitgeschriebene Protokoll des Einsatzes. Das Neueste steht oben, links die Uhrzeit, rechts der Text. Angezeigt werden bis zu 60 Zeilen in einem eigenen Rollbereich, damit der Rest der Seitenleiste stehen bleibt, wo er ist.
Drei Stufen faerben die Zeile:
- Rot und fett: ein ausgeloester Notruf.
- Orange: eine Warnung, zum Beispiel „sendet ohne GPS-Fix", „hat niedrigen Batteriestand" oder die Abgabe einer Fuehrungsrolle.
- Grau: das Gewoehnliche — Anmeldungen, Abmeldungen, wieder da: GPS-Fix, das Beenden eines Notrufs, das Beenden des Einsatzes.
Gefaerbt wird der Streifen am Rand und der Text selbst. Beim Ueberfliegen einer langen Liste liest man den Text, und ein Notruf muss rot dastehen — nicht nur rot angestrichen sein.
Der Notruf
Der Notruf ist der rote Knopf SOS. Er meldet der Führung und den Nächsten in der Umgebung, dass jemand Hilfe braucht. In der App am Handy und am Tablet steht er unten in der Bedienleiste, am iPhone ebenso. Am Rechner steht er in der Werkzeugleiste über der Karte, gleich neben Abmelden.
Der Knopf ist für jede angemeldete Einheit da — für die Einsatzkraft genauso wie für das Fahrzeug und für die Führung.
Er ist immer rot, auch wenn gerade kein Notruf läuft. Das ist Absicht: Man soll ihn im Dunkeln und mit Handschuhen finden, ohne zu suchen.
Notruf auslösen
- Tippe auf SOS. Es passiert noch nichts, der Notruf geht noch nicht raus.
- Es legt sich das Blatt Notruf senden? über den ganzen Bildschirm, der Rest wird dunkel. Darunter steht, dass die Einsatzleitung das sofort in der Lage sieht.
- Tippe auf SOS jetzt senden. Erst jetzt geht der Notruf los.
Wer sich vertippt hat, tippt auf Abbrechen. Dann bleibt alles, wie es war.
Nach dem Senden ändert sich der Knopf zweifach: Die Beschriftung wechselt auf SOS beenden, und der Knopf blinkt — zwischen Rot und Dunkelrot. Rot allein sagt nichts, das ist er immer. Das Blinken ist das Zeichen, dass der eigene Notruf läuft. Ist am Gerät das Blinken abgeschaltet, bleibt der Knopf dunkelrot stehen; auch dann sieht man den Unterschied.
Zweimal wird gefragt
Es gibt zwei Rückfragen, nicht eine: eine vor dem Senden und eine vor dem Zurücknehmen. Beide Richtungen tun weh. Ein Notruf, der sofort losgeht, wird versehentlich ausgelöst. Ein Notruf, der sich mit einem Fehlgriff zurücknehmen lässt, verschwindet vom Schirm der Einsatzleitung, während draußen noch jemand darauf wartet. Am Handy und am iPhone sitzt der SOS-Knopf in derselben Leiste wie Einheiten und Tag/Nacht, am Rechner direkt neben Abmelden — daneben zu greifen ist leicht.
Wer den Notruf laut bekommt
Nicht alle. Bei einer Großlage mit dreißig Angemeldeten würden sonst dreißig Geräte schreien, und niemand fühlt sich zuständig. Laut wird der Notruf bei:
- der Führung — Einsatzleitung und Einsatzleiter, immer und unabhängig von der Entfernung. Sie muss disponieren und muss es deshalb wissen.
- den drei Nächsten. Mitgezählt wird dabei nur, wer gerade als aktiv gilt: Kontakt in den letzten drei Minuten, Position nicht älter als anderthalb Minuten, Batterie über 15 Prozent. Wer still ist, wessen Position veraltet ist oder wessen Batterie fast leer ist, zählt nicht mit — dann rückt der Nächste nach. Jedes Gerät rechnet das bei jeder Abfrage neu.
- jedem, von dem gerade keine Position vorliegt — und bei allen, wenn der Rufende selbst keine Position hat. Ohne Standort lässt sich „am nächsten" nicht beantworten, und ein verpasster Notruf wiegt schwerer als ein Alarm zu viel.
Das eigene Gerät wird vom eigenen Notruf nicht laut. Wer ihn ausgelöst hat, weiß davon.
Bei denen, die ihn bekommen, legt sich oben die rote Alarmleiste über die Seite, mit dem Namen der rufenden Einheit und dem Zusatz — SOS. Der Alarmton läuft dazu. Ein Tipp auf den Namen führt direkt zu dieser Einheit auf der Karte, ein Tipp daneben zur ersten. Sind zwei Notrufe offen, stehen beide Namen dort, und jeder ist einzeln antippbar.
Den Ton macht in der Android-App die App selbst — sie wird auch bei gesperrtem Bildschirm laut, und einen Knopf zum Freigeben braucht es dort nicht. Am iPhone und am Rechner macht ihn die Seite, und der Browser lässt Ton erst nach der ersten Bedienhandlung zu. Solange er nicht freigegeben ist, steht dort in der Alarmleiste zusätzlich der Knopf Ton freigeben.
Wie viele Notrufe offen sind, zeigt der Zähler SOS — am Handy und am iPhone oben bei den Zahlen, am Rechner in der Seitenleiste. Ein Tipp darauf zeigt in der Einheitenliste nur noch die Einheiten mit Notruf, noch ein Tipp auf denselben Knopf hebt das wieder auf.
Notruf zurücknehmen
- Tippe auf SOS beenden.
- Es kommt das Blatt Notruf zurücknehmen? mit dem Hinweis, dass die Einsatzleitung den Notruf danach nicht mehr sieht.
- Tippe auf SOS beenden, wenn keine Hilfe mehr nötig ist. Wer daneben gegriffen hat, tippt auf Notruf behalten.
Wird derselbe Knopf ein zweites Mal auf „an" gestellt, obwohl der Notruf schon läuft, bleibt es bei einem Notruf. Der Beginn wird nur beim Wechsel gestempelt — aus zweimal Drücken werden also nicht zwei Notrufe.
Quittieren heißt: Alarm aus, Zustand bleibt
In der Alarmleiste steht der Knopf Alarm quittieren. Wer ihn drückt, schaltet den Ton ab, und die Leiste verschwindet vom eigenen Gerät.
Der Notruf selbst bleibt bestehen. Die Einheit steht weiter im Zustand SOS aktiv, ihr Zeichen auf der Karte blinkt weiter rot-weiß, in der Einheitenliste blinkt es genauso, und sie zählt weiter im Zähler SOS mit. Quittieren beendet den Alarm, nicht die Lage. Beenden kann den Notruf nur, wer ihn ausgelöst hat — auch die Einsatzleitung kann ihn für niemanden sonst abschalten.
Quittiert wird ein einzelner Notruf, nicht eine Einheit. Beendet dieselbe Einheit später ihren Notruf und löst erneut aus, wird das Gerät wieder laut — der zweite Ruf hat einen eigenen Beginn und gilt damit als unquittiert. Eine einmal quittierte Einheit bleibt also nicht für den Rest des Einsatzes stumm.
Quittieren wirkt nur auf dem eigenen Gerät. Wer den Alarm am Rechner der Einsatzleitung quittiert, schaltet ihn den Kräften draußen nicht ab.
Damit die Ortung läuft
Die Karte zeigt nur, was gemeldet wird. Auf Android meldet die App auch dann weiter, wenn das Handy in der Tasche steckt und der Bildschirm aus ist. Dafür braucht sie fünf Freigaben vom Gerät.
Die fünf Freigaben
Der Knopf Ortung in der unteren Leiste öffnet die Seite Ortung im Hintergrund. Fehlt eine Freigabe, kommt diese Seite auch von selbst: gleich nach dem Anmelden und bei jeder Rückkehr in die App. Solange etwas fehlt, startet die App den Meldedienst nicht.
- Standortdienst am Gerät — der Standort muss am Handy überhaupt eingeschaltet sein.
- Standortzugriff — die App darf den genauen Standort lesen.
- Dauerhafte Ortung (Immer zulassen) — sie darf ihn auch lesen, wenn sie nicht offen ist. Ab Android 11 lässt sich das nur in den Systemeinstellungen setzen.
- Akku-Optimierung aus — Android darf die App nicht schlafen legen.
- Benachrichtigungen — der Meldedienst zeigt eine laufende Meldung in der Statusleiste.
Orange heißt: fehlt noch
Jede Zeile ist ein Knopf. Was in Ordnung ist, steht grau und beginnt mit einem Haken: ✓ Standortzugriff — in Ordnung. Was fehlt, steht orange und beginnt mit einem Rufzeichen: ! Standortzugriff — tippen — Einstellung öffnen.
Was beim Antippen kommt, ist nicht bei allen fünf dasselbe:
- Standortzugriff und Benachrichtigungen fragen zuerst mit dem Abfragefenster von Android. Erst wenn die Freigabe schon erteilt ist, führt der Knopf in die Einstellungen.
- Standortdienst am Gerät und Akku-Optimierung aus öffnen die zuständige Systemeinstellung.
- Dauerhafte Ortung führt auf die Infoseite der App in den Einstellungen. Dort steht der Punkt Standort, und dort ist „Immer zulassen“ zu wählen.
Zurück in der App wird der Knopf grau, sobald es passt. Solange etwas fehlt, steht unter der Liste: Noch nicht vollständig. Solange etwas fehlt, meldet das Gerät nur bei offenem Bildschirm. Ist alles in Ordnung, verschwindet diese Zeile — und beim nächsten Zurückkommen schließt sich die Seite von selbst. Der Knopf Zurück zur Lage führt jederzeit wieder auf die Karte.
Der Bildschirm bleibt an
Solange die App vorn ist, geht der Bildschirm nicht von selbst aus und das Gerät sperrt nicht. Das Tablet im Fahrzeug und das Handy in der Halterung sollen die Lage zeigen, ohne dass nach zwei Minuten Untätigkeit erst jemand entsperren muss.
Geht die App in den Hintergrund, gilt das nicht mehr — der Bildschirm darf ausgehen. Gemeldet wird trotzdem weiter, das macht der Meldedienst, und der braucht keinen wachen Bildschirm. Er läuft, solange das Gerät im Einsatz ist, und steht in der Statusleiste: oben die Bezeichnung der Einheit, darunter die Zeit seit der letzten Meldung, die durchgekommen ist. Vor der allerersten Meldung steht dort Warte auf erste Meldung …; kommt zwanzig Sekunden lang nichts durch, wechselt der Text auf Keine Verbindung. Wartet etwas auf Netz, steht dort die Zahl der wartenden Meldungen.
Im Browser ist es anders
Am Rechner und am iPhone gibt es keine App. Dort ortet die Seite selbst — und nur, solange sie offen ist. Geht der Bildschirm zu, hört das Melden auf. Die Einheit bleibt an der zuletzt gemeldeten Stelle stehen: nach anderthalb Minuten steht bei ihr Position veraltet, nach drei Minuten Kein Kontakt.
Am iPhone steht dazu ein Hinweis oben auf der Seite — aber nur, solange die Seite im Safari läuft und nicht vom Home-Bildschirm aus: Zum Home-Bildschirm hinzufügen — sonst nimmt die Safari-Leiste den Platz der Bedienknöpfe, und die Ortung endet, sobald der Bildschirm zugeht.
Fehlt im Browser die Standortfreigabe, steht unten am Bildschirmrand: Standortfreigabe fehlt — die Lage sieht diese Einheit ohne Position. Geht die Ortung aus einem anderen Grund nicht, steht dort Kein Standort verfügbar.
In der Android-App ortet die Seite bewusst nicht. Das erledigt der Meldedienst; sonst käme jede Position doppelt an.
Akku
- Auch im Stillstand geht alle zehn Sekunden eine Meldung hinaus. Dieser Herzschlag darf nicht aussetzen — ein Gerät, das schweigt, steht in der Lage bald als Kein Kontakt.
- Bewegt sich die Einheit um mindestens 15 Meter, geht die Meldung sofort, ohne die zehn Sekunden abzuwarten. Zehn Sekunden und 15 Meter gelten in der App und im Browser gleich.
- Eine Position, die älter als 45 Sekunden ist, geht in der App nicht als aktueller Standort hinaus. Die Meldung selbst geht trotzdem — nur ohne Position.
- Jede Meldung nimmt den Akkustand mit. Wer in der Einheitenliste eine Einheit antippt, sieht ihn darunter in der Zeile Batterie.
- Am iPhone bleibt dort unbekannt stehen: Safari gibt den Akkustand nicht heraus.
- Akku-Optimierung aus ist eine der fünf Freigaben. Ohne sie legt Android die App irgendwann schlafen, und das gesperrte Handy in der Tasche meldet nicht mehr.
- Der wache Bildschirm hängt am Fenster der App. Im Hintergrund verfällt er von selbst — es bleibt nichts hängen, was den Akku leerzieht.
Wehr, Geräte und Nachbereitung
Dieser Teil beschreibt alles, was nicht im Einsatz passiert: die eigene Feuerwehr anlegen, das Kennwort der Wehr, LoRa-Tracker und Gateway eintragen, und nach dem Einsatz Zahlen und Verlauf nachlesen. Zwei dieser Seiten gibt es nur am Rechner: Verwaltung und Statistik. Wer sie am Handy oder am Tablet aufruft, wird vom Server auf die Rechnerfassung umgeleitet — eine Tabelle mit Funkschlüsseln ist am Handy nicht bedienbar. Das Anlegen einer Wehr und der Adminzugang werden nicht umgeleitet.
Eine Feuerwehr anlegen
Jede Wehr legt sich selbst an. Es braucht dafür niemanden, der freischaltet. Auf der Startseite steht die Kachel Eigene Feuerwehr mit dem Knopf Feuerwehr anlegen. Ist noch gar keine Wehr da, heißt der Knopf daneben Erste Feuerwehr anlegen und führt an dieselbe Stelle.
- Auf der Startseite Feuerwehr anlegen anklicken. Die Seite heißt oben Neue Feuerwehr — Anlegen.
- Unter Name der Feuerwehr den Namen eintragen, zum Beispiel FF Musterdorf. Höchstens 64 Zeichen.
- Unter Mailadresse eine Adresse für Rückfragen eintragen. Sie ist kein Zugang und öffnet nichts.
- Unter Kennwort für die Verwaltung ein Kennwort mit mindestens vier Zeichen vergeben. Wer es kennt, kommt in Verwaltung und Statistik dieser Wehr.
- Auf Feuerwehr anlegen klicken. Danach öffnet sich gleich die Kennwortabfrage der neuen Wehr.
Geht etwas nicht, steht der Grund rot im Formular: Ohne Namen geht es nicht. — Der Name ist zu lang (höchstens 64 Zeichen). — Eine Feuerwehr mit diesem Namen gibt es schon. — Das Kennwort braucht mindestens vier Zeichen. Wer sehr oft hintereinander absendet, wird gebremst; dann heißt es Zu viele Versuche. In 15 Minuten wieder. Hier zählt jeder Versuch mit, auch der geglückte. Hat das Formular zu lange offen gestanden, kommt Das Formular ist abgelaufen. Bitte noch einmal.
Die neue Wehr bekommt eine eigene Adresse, eine eigene Verwaltung und ein eigenes Archiv. Was darin steht, sieht keine andere Wehr. Ein Adminkonto entsteht dabei nicht.
Das Kennwort der Wehr
Ins Lagebild kommt man ohne Kennwort — im Einsatz zählt jede Sekunde. Hinter dem Kennwort liegen nur Verwaltung und Statistik. Wer eine der beiden Seiten aufruft, ohne angemeldet zu sein, landet zuerst auf der Kennwortabfrage und nach dem Anmelden dort, wo er hinwollte.
- Verwaltung oder Statistik öffnen, zum Beispiel über die Knöpfe auf der Startseite.
- Ins Feld Kennwort das Kennwort dieser Feuerwehr eintippen.
- Auf Anmelden klicken.
Stimmt es nicht, kommt Kennwort stimmt nicht. Nach vielen Fehlversuchen kommt Zu viele Fehlversuche. In 15 Minuten wieder. Bei Wehren, die zum Ausprobieren freigegeben sind, steht das Kennwort direkt auf der Anmeldeseite. Unten führen zwei Verweise weiter: Zur Einsatzübersicht und Adminzugang.
Der Knopf Abmelden oben rechts in der Verwaltung beendet diese Anmeldung wieder und führt zurück auf die Startseite. Er hat nichts mit dem Abmelden aus der Lage zu tun. Auf der Statistikseite gibt es diesen Knopf nicht.
Was in der Verwaltung steht
Über dem ersten Abschnitt steht der Name der Wehr. Schaut ein Admin zu, steht daneben klein Admin und seine Mailadresse. Die Seite hat sieben Abschnitte, immer in derselben Reihenfolge.
| Abschnitt | Was dort steht |
|---|---|
| Einheitenarten | Der Katalog: Symbol, Farbe, Kurzzeichen, Profil und Rechte jeder Art. Zum Nachsehen, nicht zum Ändern. |
| Fahrzeugtypen | Die Kürzel mit ihrem vollen Namen, zum Beispiel TLF für Tanklöschfahrzeug. Auf der Karte tragen alle dasselbe Zeichen. |
| Gateway (LoRaWAN) | Die EUI des eigenen Gateways. |
| Geräte (LoRaWAN) | Die bekannten Tracker der Wehr. |
| Anklopfende Geräte | Tracker, die gefunkt haben, aber noch nicht eingetragen sind. |
| Angemeldete Einheiten | Wer gerade im laufenden Einsatz angemeldet ist. |
| Archiv | Die beendeten Einsätze mit ihren Zahlen. |
In der Tabelle Einheitenarten steht in der Spalte Rechte, was eine Art darf: nur einmal heißt, die Rolle ist nur einmal besetzbar. Fahrzeug heißt, die Art bekommt einen Fahrzeugtyp. führt heißt, sie darf das Stichwort setzen und den Einsatz beenden. eröffnet heißt, sie darf einen Einsatz eröffnen. Gerät steht bei Arten, die nicht von Hand angemeldet werden, sondern über Funk kommen. Bei einer Art kann auch gar nichts stehen — dann darf sie nichts davon. Ganz unten auf der Seite führen die Knöpfe Lagebild, Statistik und Einsätze weiter.
Geht in einem der Abschnitte etwas schief, steht die Meldung nicht in der Zeile, sondern rot ganz oben auf der Seite.
Das Gateway eintragen
Das LoRaWAN-Gateway ist der Funkempfänger der Wehr. Seine EUI ordnet jedes eingehende Funkpaket dieser Wehr zu. Ist nichts eingetragen, verwirft der Netzwerkserver jedes Paket, und es kommt keine einzige Meldung an.
- In der Verwaltung zum Abschnitt Gateway (LoRaWAN) gehen.
- Ins Feld Gateway-EUI (16 Hexzeichen) die EUI eintragen. Sie steht auf dem Gehäuse des eigenen Gateways.
- Auf Speichern klicken. Es wirkt sofort, ein Neustart ist nicht nötig.
Passt die Angabe nicht, erscheint oben auf der Seite: Die Gateway-EUI braucht 16 Hexzeichen — oder sie gehört bereits einer anderen Wehr. Dieselbe EUI kann immer nur einer Wehr gehören.
Einen LoRa-Tracker übernehmen
Ein Tracker, dessen DevEUI die Wehr noch nicht kennt, bekommt keine Antwort — die wäre mit seinem AppKey unterschrieben, und den kennt nur das Gerät. Dass er es versucht hat, steht im Abschnitt Anklopfende Geräte: DevEUI, JoinEUI, Zahl der Versuche, Empfangswerte und der letzte Versuch in UTC. Der jüngste Versuch steht oben. Steht dort nichts, heißt es Niemand klopft an.
- Den Aufkleber des Trackers zur Hand nehmen. Darauf steht der AppKey.
- Im Feld daneben den Namen eintragen, unter dem der Tracker in der Lage stehen soll. Ein Vorschlag steht schon darin: Tracker und die letzten vier Zeichen der DevEUI.
- Den AppKey eintippen, genau 32 Hexzeichen.
- Auf Übernehmen klicken. Der Schlüssel wird sofort gegen die Anfrage nachgerechnet.
Stimmt etwas nicht, steht der Grund oben auf der Seite: Der AppKey braucht genau 32 Hexzeichen. — Dieser AppKey passt nicht zu der Anfrage. — Zu dieser DevEUI gibt es schon ein Gerät. — Ein Gerät mit diesem Namen gibt es schon. — Diese Anfrage gibt es nicht mehr. — Über diese Anfrage ist bereits entschieden. So fällt ein Vertipper hier auf und nicht erst beim nächsten Funkversuch. Wer eine Anfrage nicht haben will, klickt Ausblenden; danach steht sie nicht mehr in der Liste.
Ein Gerät löschen
Im Abschnitt Geräte (LoRaWAN) steht jeder bekannte Tracker mit Name, Kennung, Art, Fahrzeug, DevEUI und letztem Empfang, nach Namen sortiert. Steht dort nie, hat das Gerät noch nie gefunkt. Ist noch keines eingetragen, steht stattdessen der Hinweis, dass ein Tracker zuerst unter „Anklopfende Geräte" erscheint.
- In der Zeile des Geräts auf Löschen klicken.
- In derselben Zeile erscheint die Frage Wirklich löschen? — mit Ja, löschen bestätigen oder mit Abbrechen abbrechen.
Ist dieses Gerät gerade als Einheit in einem laufenden Einsatz angemeldet, wird nicht gelöscht. Dann kommt: Dieses Gerät ist im laufenden Einsatz angemeldet. Mit ihm verschwände auch die aufgezeichnete Spur — erst abmelden, dann löschen. Ein Gerät, das gerade nicht mitläuft, lässt sich auch während eines Einsatzes löschen.
Liegengebliebene Einheiten abmelden
Akku leer, Handy im Fahrzeug liegengeblieben, App weggewischt: Wer sich nicht selbst abmeldet, bleibt in der Lage stehen und zählt in jeder Zahl mit. Der Abschnitt Angemeldete Einheiten räumt das auf. Er ist nach Funkstille sortiert — wer sich am längsten nicht gemeldet hat, steht oben. Die Spalte Kein Kontakt seit wird ab fünf Minuten hervorgehoben. Daneben stehen noch Strecke und Quelle der Meldungen.
- Im Abschnitt Angemeldete Einheiten die Zeile suchen, die oben steht.
- In dieser Zeile auf Abmelden klicken.
Der bisherige Weg dieser Einheit bleibt im Einsatzprotokoll erhalten; im Protokoll steht dazu „von der Verwaltung entfernt". Läuft gerade nichts, steht dort Es läuft gerade kein Einsatz. Läuft ein Einsatz, ist aber niemand drin, steht Niemand angemeldet.
Statistik
Die Statistik liegt hinter demselben Kennwort wie die Verwaltung. Oben steht unter Laufender Einsatz das Stichwort mit dem Beginn in UTC, darunter die Zahlen: Angemeldet, Insgesamt dabei, Positionen, Ereignisse, SOS und Strecke. Angemeldet ist, wer gerade drin ist; insgesamt dabei zählt auch die, die schon wieder weg sind. Läuft nichts, steht dort Es läuft gerade kein Einsatz.
Darunter steht das Archiv — zuerst vier Summen über alle beendeten Einsätze (Einsätze, Einheiten, Positionen, Strecke), dann eine Zeile je Einsatz mit Stichwort und Beginn, Dauer, Einheiten, Positionen und Kilometern. Einsätze ohne Stichwort stehen als ohne Stichwort darin. Unten führen die Knöpfe Lagebild, Verwaltung und Einsätze weiter.
Archiv und Verlauf
Beim Beenden eines Einsatzes wird alles weggeschrieben und gerechnet. Danach steht der Einsatz im Archiv — sowohl unten in der Verwaltung als auch in der Statistik. Die beiden Tabellen zeigen nicht dasselbe: In der Verwaltung stehen Beginn, Ende und die Zahl der SOS-Meldungen, in der Statistik stattdessen die Dauer. Angezeigt werden die 50 zuletzt begonnenen Einsätze, der jüngste oben. Ist noch keiner beendet, steht in der Verwaltung Noch kein beendeter Einsatz.
Adminzugang über alle Wehren
Der Adminzugang unter /desktop/admin ist nicht das Kennwort einer Wehr. Er verlangt Mailadresse und Kennwort eines Adminkontos und gilt für alle Wehren. Eine Wehr, die sich selbst anlegt, bekommt kein solches Konto. Stimmt etwas nicht, kommt Mailadresse oder Kennwort stimmt nicht. Gibt es noch gar kein Adminkonto, sagt die Seite das und nennt den Befehl, mit dem eines auf dem Server angelegt wird.
Dort gibt es je Wehr: Umbenennen mit Speichern, Kennwort zurücksetzen mit Setzen, Gateway-EUI (LoRaWAN) mit Speichern und Feuerwehr löschen. Dazu je Wehr die Verweise Lagebild, Verwaltung und Statistik. Oben legt der Abschnitt Neue Feuerwehr mit Name, Mailadresse und Kennwort der Wehr eine weitere Wehr an; der Knopf heißt dort Anlegen. Ganz unten stehen noch die Adminkonten und unter Was zuletzt geschah die letzten Änderungen mit Zeit, Person und Wehr.
Beim Umbenennen ändert sich nur der Name. Die Adresse der Wehr bleibt, wie sie ist — sie steht auf gedruckten QR-Codes.
Löschen geht in zwei Schritten. Der erste Klick auf Feuerwehr löschen fragt nach und nennt, wie viele Einsätze im Archiv daran hängen; verloren gehen außerdem alle Spuren und alle Geräte dieser Wehr. Erst Ja, löschen löscht wirklich; Abbrechen lässt alles, wie es war. Ein altes Lesezeichen auf /desktop/betreiber führt weiterhin hierher.
Wenn etwas nicht geht
Zuerst die drei Fragen, die die meisten Fälle klären:
- Läuft überhaupt ein Einsatz? Ohne laufenden Einsatz gibt es nichts anzumelden. Auf der Startseite steht, welche Wehr gerade im Einsatz ist.
- Steht unten rechts auf der Karte eine Fassung? Wenn nicht, ist die Seite nicht fertig geladen — einmal neu laden.
- Meldet das Gerät noch? In der Einheitenliste steht hinter jeder Einheit, wann sie sich zuletzt gemeldet hat. „Kein Kontakt" heißt: Das Gerät schweigt, nicht die Anlage.
Bleibt es dabei, hilft die Verwaltung weiter: Dort steht je Einheit die Funkstille und die Quelle der Meldungen, und liegengebliebene Einheiten lassen sich dort abmelden.
Zum Ausdrucken
Für das Rüsthaus gibt es zwei Blätter zum Aufhängen: eine Seite für die
Mannschaft und eine ausführliche Übersicht. Beide liegen im Ordner
docs/ der Anlage.