Kurz gesagt
- Keine Weitergabe an Dritte. Es werden keine Daten an Werbe-, Analyse- oder sonstige Drittanbieter übermittelt. Die Anwendung enthält kein Analyse- und kein Werbe-Baukastensystem.
- Kein Benutzerkonto. Für die Teilnahme an einem Einsatz werden weder Name, Mailadresse noch Telefonnummer verlangt. Es genügt eine frei gewählte Bezeichnung — etwa „Trupp 4“ oder „RLF Siegendorf“.
- Standort nur im Einsatz. Die Ortung läuft ausschließlich, solange ein Gerät an einem Einsatz angemeldet ist. Nach dem Abmelden endet sie sofort.
- Verschlüsselte Übertragung. Alle Verbindungen laufen über HTTPS.
- Eigener Server. Auch die Kartenkacheln laufen über den eigenen Server; Kartenanbieter erfahren daher nicht, welches Gerät wohin schaut.
Verantwortlich
Ing. Manuel Nussbaumer, BSc
EDV Nussbaumer, Siegendorf, Österreich
app@fireappx.com
Betrieben wird die Anlage im Auftrag der jeweiligen Feuerwehr. Für die Daten eines Einsatzes ist die Feuerwehr verantwortlich, die ihn führt; der Betreiber stellt die technische Grundlage bereit.
Welche Daten erhoben werden — und wozu
Diese Liste ist vollständig und entspricht den Feldern, die tatsächlich gespeichert werden.
Bei jeder Anmeldung an einem Einsatz
| Daten | Zweck |
|---|---|
| Bezeichnung (frei gewählter Text) | Damit die Einsatzleitung erkennt, wer auf der Karte steht. Es ist die Bezeichnung, unter der ohnehin gefunkt wird. Ein bürgerlicher Name ist nicht erforderlich; wird einer eingetragen, ist er ein personenbezogenes Datum und wird wie ein solches behandelt. |
| Einheitenart und Fahrzeugtyp | Darstellung auf der Karte und Rechte in der Anwendung (Einsatzleitung, Einsatzleiter, Einsatzkraft, Fahrzeug). |
| Sitzungskennung | Damit das Gerät zwischen zwei Meldungen wiedererkannt wird. Gespeichert wird nur ihr Hashwert, nicht die Kennung selbst. |
| Plattform und App-Fassung | Um die richtige Oberfläche auszuliefern und zu erkennen, ob ein Gerät mit einem zu alten Stand läuft. |
Während der Einsatz läuft
| Daten | Zweck |
|---|---|
| Standort — Breite, Länge, Genauigkeit, Höhe, Geschwindigkeit, Richtung | Der eigentliche Zweck der Anwendung: die Einsatzleitung sieht, wo ihre Kräfte sind, und findet sie im Notfall wieder. Erhoben wird der Standort so genau, wie das Gerät ihn liefert („genauer Standort“); ohne Satellitenempfang auch nur ungefähr. |
| Zeitpunkt der Messung und des Empfangs | Damit erkennbar bleibt, wie alt eine Position ist. Eine Karte, die alte Punkte wie aktuelle zeigt, führt in die Irre. |
| Batteriestand und Netzart | Damit die Einsatzleitung erkennt, ob ein Gerät gleich ausfällt oder ob eine ausbleibende Meldung an der Verbindung liegt. |
| Notruf (SOS ja/nein samt Zeitpunkt) | Alarmierung der Einsatzleitung und der nächstgelegenen Kräfte. |
| Verlauf — An- und Abmeldungen, Notrufe, Quittierungen, Stichwortänderungen | Nachvollziehbarkeit im Einsatz und in der Nachbesprechung. Der Verlauf ist die Antwort auf „wer war wann wo und wann hat sich das geändert“. |
Für den Betrieb
| Daten | Zweck |
|---|---|
| Störungsmeldungen — Art des Fehlers, Meldungstext, Datei und Zeile, Adresse der Seite | Fehlersuche. Die IP-Adresse des Absenders wird dabei nur als Hashwert gespeichert (SHA-256) — sie genügt, um „derselbe Fehler, derselbe Absender“ zu erkennen, und ist nicht rückrechenbar. |
| Fehlversuche bei der Anmeldung zur Verwaltung | Schutz gegen automatisiertes Durchprobieren von Kennwörtern. Auch hier nur der Hashwert der Adresse. |
| Server-Zugriffsprotokoll — IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Browserkennung | Übliches Protokoll eines Webservers; nötig für Betrieb und Abwehr von Missbrauch. Wird nach spätestens 14 Tagen gelöscht. |
Nur bei LoRaWAN-Trackern
Wer zusätzlich Funktracker einsetzt, für den kommen die technischen Angaben des Funkverkehrs dazu: Gerätekennung (DevEUI), Gateway-Kennung, Empfangsstärke, Frequenz und Zählerstände. Sie dienen der Zuordnung des Pakets zur richtigen Feuerwehr und der Fehlersuche im Funknetz.
Was NICHT erhoben wird
- Keine Kontakte, keine Fotos, keine Dateien, keine Kalendereinträge.
- Keine Mikrofon- oder Kameraaufnahmen. Die Kamera wird ausschließlich zum Ablesen des QR-Codes verwendet; das Bild verlässt das Gerät nicht und wird nicht gespeichert.
- Keine Werbe-Kennung, kein Nutzungsverhalten, keine Profilbildung.
- Kein Standort außerhalb eines laufenden Einsatzes.
Wer die Daten sieht
- Innerhalb der eigenen Feuerwehr. Das Lagebild eines laufenden Einsatzes ist für alle einsehbar, die den Einstiegscode oder die Adresse der Wehr haben — das ist Absicht: Im Einsatz darf der Zugang nicht an einem Kennwort scheitern. Wer den Code hat, sieht Bezeichnungen und Positionen der angemeldeten Einheiten dieser Wehr.
- Keine andere Feuerwehr. Jede Wehr hat ihren eigenen Bereich; Einsätze, Archiv und Geräte einer Wehr sind für andere Wehren nicht zugänglich.
- Die Verwaltung einer Wehr ist mit deren eigenem Kennwort geschützt.
- Der Betreiber der Anlage hat technischen Zugang zum Server und damit zu den gespeicherten Daten, soweit das für Betrieb und Fehlersuche nötig ist.
Weitergabe an Dritte
Es werden keine Daten an Dritte weitergegeben — weder verkauft noch für Werbung oder Analyse übermittelt. Notwendig beteiligt sind lediglich:
| Beteiligter | Rolle |
|---|---|
| Hetzner Online GmbH | Rechenzentrum, in dem der Server läuft (Auftragsverarbeiter). Standort Deutschland. |
| Google Play-Dienste (nur Android-App) | Die App ermittelt den Standort über den Standortdienst des Geräts („Fused Location Provider“). Das ist Teil des Android-Systems; es gelten zusätzlich die Datenschutzbestimmungen von Google für das Gerät. Die ermittelte Position geht ausschließlich an den eigenen Server. |
| Google Play | Vertrieb der App. Google erfährt dabei, dass die App installiert wurde; das liegt außerhalb des Einflusses dieser Anwendung. |
Der QR-Code wird auf dem Gerät gelesen (ML Kit, ohne Netzverbindung). Kartenkacheln von OpenStreetMap und Esri werden über den eigenen Server ausgeliefert — die Kartenanbieter sehen die Geräte nicht.
Wie lange gespeichert wird
| Daten | Dauer |
|---|---|
| Positionen und Verlauf eines Einsatzes | Bis zum Ende des Einsatzes im laufenden Bestand, danach im Archiv der Feuerwehr. Die Feuerwehr entscheidet, wie lange sie ihr Archiv behält, und kann Einsätze dort löschen. |
| Anmeldung eines Geräts | Endet mit dem Abmelden oder mit dem Ende des Einsatzes. |
| Störungsmeldungen | Höchstens 90 Tage. |
| Fehlversuche bei der Anmeldung | Höchstens 24 Stunden. |
| Server-Zugriffsprotokoll | Höchstens 14 Tage. |
Rechtsgrundlage
Die Verarbeitung stützt sich auf Art. 6 Abs. 1 lit. e DSGVO — Wahrnehmung einer Aufgabe im öffentlichen Interesse: Die Ortung von Einsatzkräften dient deren Sicherheit und der Führung des Einsatzes. Ergänzend gilt Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO (lebenswichtige Interessen), wenn eine Einsatzkraft gesucht werden muss.
Für den Betrieb der Anlage — Protokolle, Fehlersuche, Missbrauchsabwehr — gilt Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse).
Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch. Wenden Sie sich dafür zuerst an die Feuerwehr, an deren Einsatz Sie teilgenommen haben — sie kann Anmeldungen und Einsätze in ihrer Verwaltung selbst entfernen. Technische Auskünfte erteilt der Betreiber unter app@fireappx.com.
Ihnen steht außerdem das Recht auf Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde zu — in Österreich bei der Datenschutzbehörde, Barichgasse 40–42, 1030 Wien.
Berechtigungen der Android-App
| Berechtigung | Wofür |
|---|---|
| Standort (genau und ungefähr) | Meldung der eigenen Position an das Lagebild. |
| Standort im Hintergrund | Damit ein Gerät auch mit gesperrtem Bildschirm weiter meldet — sonst verschwindet eine Einsatzkraft von der Karte, sobald das Handy in die Tasche wandert. |
| Kamera | Ausschließlich zum Ablesen des QR-Codes beim Einstieg. Es werden keine Bilder gespeichert oder übertragen. |
| Benachrichtigungen | Anzeige des laufenden Ortungsdienstes — Android verlangt dafür eine sichtbare Meldung — und Alarmierung bei einem Notruf. |
| Internet | Übertragung der Meldungen an den Server. |
Änderungen
Diese Erklärung wird angepasst, sobald sich an der Verarbeitung etwas ändert. Der Stand oben nennt das Datum der letzten Fassung.